Terminalserver auf Ubuntu 10.04

Hi,

ist lange her, dass ich mich mit sowas wie einem Terminalserver beschäftigt habe. Wenn ich mich recht entsinne ungefähr 4 Jahre. Damals habe ich mal unter großem Zeitdruck einen Windows Terminalserver auf Server 2003 installiert und eingerichtet und war relativ beeindruckt, welche Möglichkeiten sich einem boten.

Beispielsweise wünscht man sich als Administrator oft, auf Lan Partys einen Gastzugang für Leute, die keinen PC dabeihaben einzurichten, auf denen man im Internet surfen kann.

Mit einem Terminalserver kein Problem, einfach einen Rechner auf PXE-Boot umstellen und fertig.

Oft werden beim Einsatz von Terminalservern als Clients so genannte “Thin-Clients” eingesetzt. Thin-Clients sind im Prinzip kleine Rechner, die außer einem Mainboard, Grafikkarte, Soundkarte und Netzwerkkarte (und oft einen kleinen Flash-Speicher, auf dem die Konfiguration des Clients abgelegt ist) nichts besitzen. Sie verbinden sich über das lokale Netzwerk mit dem Terminalserver und übertragen nur das Bild an den Monitor, alle Eingaben die über Tastatur und Maus getätigt werden, werden auf dem Server aktiv.

Es müssen aber nicht unbedingt Thin-Clients sein, man kann auch einen normalen Rechner dafür einsetzen. Die einzige Vorraussetzung dabei ist, dass das Bios und die Netzwerkkarte PXE-Boot unterstützen.

Es muss aber kein teurer Windows-Terminalserver sein, nein für Linux gibt es sowas auch, und natürlich kostenlos.

Wo beim Windows-Terminalserver für die Anzahl der Clients Lizenzen gekauft werden müssen, limitiert bei Linux einzig die Rechenleistung die Anzahl der Clients.

Realisiert wird der Terminalserver über das so genannte Linux Terminal Server Project (LTSP).

Terminalumgebung konfigurieren

Nun aber zu Linux:

  1. Dem Server eine statische IP-Adresse zuweisen, falls noch nicht geschehen.
  2. Das Standardpaket von LTSP ist schon installiert, allerdings müssen noch folgende Pakete besorgt werden: sudo apt-get install ltsp-server-standalone openssh-server sudo apt-get install dhcp3-server
  3. Wenn dies installiert ist, richtet man die Terminalumgebung ein, dazu wird einfach ein Abbild des Systems erstellt und in den entsprechenden Ordner geschoben. Der Befehl dazu: sudo ltsp-build-client
  4. Danach muss der Desktop geupdatet werden. sudo apt-get update sudo apt-get upgrade

Die Terminalumgebung ist jetzt im Prinzip fertiggestellt, jetzt muss der DHCP-Server konfiguriert werden.

DHCP-Server konfigurieren

Bei dem LTSP-Paket ist schon eine Beispielkonfiguration enthalten. Sie befindet sich in /etc/ltsp/dhcpd.conf .

die erste Zeile versichert, dass Clients diesen DHCP-Server nutzen.

authoritative;

Hiermit wird das gewünschte Subnetz mit Maske eintragen:

subnet 192.168.7.0 netmask 255.255.255.0 {

Die nächste Zeile gibt an, welche Ip-Adressrange der DHCP-Server bedienen soll:

range 192.168.7.125 192.168.7.246;

Hier kann man den Clients einen DNS-Server mitgeben:

option domain-name-servers 12.32.34.32;

Hiermit wird die Broadcast-Adresse festgelegt.

option broadcast-address 192.168.7.255;

Hiermit gibt man den Router für das Netz an (Ist auch gleichzeitig Gateway in andere Netze)

option routers 192.168.7.2;

Nun die eigentliche Konfiguration für die Clients

Hiermit erstellt man die Konfiguration für den Host ws205

host ws205 {

[… damit der Server die Hostnamen den Ip-Adressen zuordnen kann, müssen die Hosts in die Datei /etc/hosts mit folgendem Syntax eingetragen werden:

192.168.7.202 ws202

192.168.7.203 ws203

192.168.7.205 ws205

192.168.7.206 ws206 …]

Anschließend muss man dem Server die MAC-Adresse der Netzwerkkarte des angelegten Clients mitgeben:

hardware ethernet 00:13:90:00:D7:8F;

Nun kann man dem Rechner eine feste Ip-Adresse zuordnen:

Fixed-address 192.168.7.205;

Zu guter Letzt gibt man den Pfad des Pxe-Bootloaders an:

filename “/ltsp/i386/pxelinux.0”;

Eine vollständige Konfiguration würden dann beispielsweise so aussehen:

authoritative;

subnet 192.168.7.0 netmask 255.255.255.0 {

range 192.168.7.125 192.168.7.246;

option domain-name-servers 12.32.34.32;

option broadcast-address 192.168.7.255;

option routers 192.168.7.2;

host ws205 {

hardware ethernet 00:13:90:00:D7:8F;

fixed-address 192.168.7.205;

filename “/ltsp/i386/pxelinux.0”;

}

host ws247 {

hardware ethernet 00:13:90:00:67:AF;

fixed-address 192.168.7.247;

filename “/ltsp/i386/pxelinux.0”;

Nun muss man die Datei /etc/ltsp/dhcpd.conf nach /etc/dhcp3-server kopieren und die vorhandene Datei dhcpd.conf ersetzen.

Zum Schluss startet man den DHCP-Server und die LTSP-Dienste neu.

Dazu folgende Befehle ausführen:

sudo /etc/init.d/dhcp3-server restart

sudo ltsp-update-sshkeys

sudo ltsp-update-image

Man sollte dann noch Benutzer mit eingeschränkten Rechten anlegen, ist aber optional und kann auch noch später erledigt werden, die Clients können sich ab jetzt mit dem Server verbinden.

Teamspeak 3 Server auf Eisfair

Hi,

hier eine Step-by-Step Anleitung um einen Teamspeak Server auf Eisfair aufzusetzen.

Basisinstallation

  1. Virtuelle Maschine einrichten (2GB Festplatte,256MB RAM, 1 NIC) und Eisfair installieren. Prozedere sollte klar sein.
  2. Basiseinstellungen vornehmen (IP-Adresse, usw),  Benuter TS erstellen und einmal mit TS einloggen.
  3. Inet Services über Pack-Eis installieren (Alle Pakete mitinstallieren, kann auf jedenfall nicht schaden) und Rechner neustarten.
  4. C++ Librarys über Pack-Eis installieren. “lib” in die Suche eingeben und “Library:Standard C V6” auswählen.
  5. Nach dem Neustart des Servers navigiert man sich wieder in die Pack-Eis Suche und sucht nach Teamspeak. Dort wählt man “Teamspeak 3 Server” aus und folgt den Installationsanweisungen.
  6. Anschließend kommt man automatisch ins Configurationsmenü des TS-Servers. Dort setzt man die Variable Start_Teamspeak3 auf yes und die Variable Teamspeak3_use_Mysql auf yes. Abspeichern, fertig.
  7. Konfiguration aktivieren? ja. Mysql installieren? ja. Dies kann eine Weile dauern.
  8. In der Konfiguration Mysql_Network auf yes setzen, bestätigen und aktivieren.
  9. Nun muss man nur noch über Services -> Teamspeak3 den TS Server starten und er ist theoretisch fertig

Konfiguration

Jetzt muss man sich noch auf dem Server als Serveradmin registrieren, und dafür braucht man einen sog. Token. Dieser muss auf dem Server erstellt werden.

Man kann sich aber ab diesem Moment schonmal auf dem Server mit einem beliebigen Nick anmelden (über StandardPort 9987).

Here we go:

  1. Services->Teamspeak3->Advanced Configuration->Show/create Tokens
  2. Nun haben wir unseren Token.
  3. Im Teamspeak Client klicken wir nun auf das Register Rechte und geben unseren Token ein.
  4. Hat man diesen eingeben wurde man der Gruppe Server-Admins hinzugefügt.

Für erweitere Konfiguration sind die Videos von Teamspeak recht interessant: http://www.youtube.com/teamspeak#p/u/1/qa8T6KM9_go

In dieser Form hat man nun 32 max. Clients zur Verfügung. Man hat allerdings die Möglichkeit sich bei Triton zu registrieren unter http://npl.tritoncia.com/ und eine sogenannte Non-Profit-License zu erhalten, die es einem erlaubt 512 Clients zu verwalten.

Ubuntu 10.04 Features

Das neue Ubuntu 10.04 ist raus. Ja ich weiß, es ist schon länger raus, ich bin leider jetzt erst dazu gekommen es zu installieren. In diesem Artikel möchte ich das neue Ubuntu etwas näher beschreiben und die Neuerungen aufzeigen, die mir aufgefallen sind.

Allgemein

Vielleicht zu allererst: ich hab es in einer virtuellen Maschine installiert. Das schöne ist, es zeigt nun auch bei der Installation die Festplatte als Vmware Virtual Hard Disk an, wodurch man sicher sein kann dass man die richtige Festplatte gewählt hat.

Auch hat sich designtechnisch etwas getan. Man kann nun verschiedene Themen auswählen, die sich in Farbe und Symbolen unterscheiden. Als Hintergrund gibt es nun auch die Möglichkeit eine Diashow auszuwählen, dann ändert sich in zyklischen Abständen das Hintergrundbild. Desweiteren gibt es nun auch visuelle Effekte, wie sich diese allerdings genau äußern konnte ich noch nicht feststellen, da dafür eine virtuelle Maschine definitiv nicht ausreicht.

Installation

Die Installation läuft wie gewohnt ab, Zeitzone, Tastaturlayout wählen, Benutzername und Passwort vergeben. Neu sind jetzt nur das Cover und andere Farben.

Erste Schritte

Erster neustart und es sieht gut aus 🙂 Man wird direkt gefragt ob man irgendwelche Chatkonten einrichten will. diese sind dann direkt oben in der “Taskleiste” mit eingebunden.

Chatintegration in Ubuntu 10.04

Remote Zugriff

Eine weitere Neuerung ist der vereinfachte Remotezugriff auf Ubuntu. In vorherigen Versionen konnte man natürlich auch immer mit Ssh auf die Maschine zugreifen. Wenn man allerings die grafische Oberfläche benötigte, ging es schon ins Eingemachte und man musste immer wieder nachlesen, welche Einstellungen denn nun alle gemacht werden müssen (eine gute Anleitung dazu auf der Homepage von Nico Maas).

Remote Zugriff auf den Rechner



Einstellungen vom Remote Zugriff

Rechner-Hausmeister

Ja er heißt wirklich so 🙂

Der Rechner-Hausmeister ist das Äquivalent zur Datenträgerbereinigung bei Windows. Er verspricht “das System aufzuräumen, dass es einem frisch Installierten ähnelt.” Er gibt Speicherplatz frei, indem er z.b nicht mehr benötigte Programme entfernt.

Rechner Hausmeister

Music Player

Eine wirklich coole Neuerung. Der neue Music Player sieht auf den ersten Blick fast so aus wie iTunes. Er ist sehr intuitiv aufgebaut. Über wenige Klicks in der Navigationsleiste kann man sich Podcasts ansehen, seine eigene Mp3-Sammlung hören, im Ubuntu Music Store neue Musik finden und herunterladen.

Itunes ähnlicher Music Player

Fazit

Der Grund warum viele Leute vor Linux zurückschrecken ist nach Ansicht des Autors der, dass die meisten mit Linux direkt etwas Tristes oder die bei Linux-/Unixexperten geschätzte Kommandozeile. Viele denken, dass Linux ein Betriebssystem ist, in dem bei den einfachsten Anwendungen oft Fehler auftauchen, die man als Laie nicht beheben kann. Nun, vor 10 Jahren war das so 🙂

Nein, ernsthaft. Mit den letzten Versionen von Ubuntu wird eindeutig der Laie angesprochen, was durch verbesserte Bedienerfreundlichkeit und erweiterte Multimedia-Angebote realisiert wird. In Ubuntu 10.04 wurden eben diese Aspekte stark verbessert, man könnte sich vorstellen, dass normaler User sich recht gut damit zurechtfinden könnten.